Es ist bemerkenswert, wie einige Marktteilnehmer den deutschen Aktienmarkt feiern, wenn wieder einmal ein latent neues Rekordhoch erzielt wurde. Dabei konnte das neue Top meist nur intraday erreicht werden. An der technischen Lage hat sich seit Anfang August, als der Dax über den Widerstand klettern konnte, nichts verändert. Ebenso geht für manche Händler bereits die Welt unter, wenn ein schwacher Tag mit einigen hundert Punkten Rückgang zu beobachten ist.

Solange sich der deutsche Leitindex allerdings in der engen Range von ca. 200 Punkten zwischen rund 15’800 und knapp 16’000 Punkten aufhält, ändert sich aus technischer Sicht überhaupt nichts. Erst ein Ausbruch in die eine oder die andere Richtung würde eine Neubewertung der Lage nach sich ziehen. Der Stochastik-Indikator verläuft neutral und gibt ebenso wenige Signale wie der MACD-Indikator. Immerhin verläuft Letzterer mit einer Divergenz zur Kursentwicklung. Dies könnte noch zu einigen, zumindest leichten Turbulenzen führen. Von der Saisonalität her, dürfte diese unsichere Phase noch bis Ende dieses Monats anhalten. Erst Anfang Oktober ändert sich dieser statistische Wert. Ob dies dann zur Reaktion der Marktteilnehmer auf die dann gelaufene Bundestagswahl passt, kann erst dann beobachtet werden. Statistisch steht allerdings ab Oktober eine bessere Phase für den Dax an.


Zum Markttechniker: Christoph Geyer

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