In den letzten Tagen hat es den Anschein, als fürchten sich die Marktteilnehmer vor einem Ausbruch nach oben und damit vor neuen Rekordständen. Nach dem Ausbruch aus der Seitwärtsrange nach unten und dem damit verbundenen Trendbruch konnte sich der Markt zwar sehr schnell wieder erholen, die obere Seitwärtsrange bleibt aber derzeit die Orientierungsgrösse. Die Kerzenkörper werden immer kleiner (in den letzten vier Handelstagen gab es drei Doji’s) was auf Unsicherheit am Markt hindeutet. Entsprechend der Kursentwicklung kann die Divergenz beim MACD-Indikator nicht abgebaut werden.

Solche Divergenzen stellen zwar keine klassischen Verkaufssignale dar, sind aber Warnsignale für eine mögliche Veränderung im Trend. Da der Stochastik-Indikator im neutralen Bereich verläuft, geht hiervon keine Information aus. Die Statistik zeigt für den vor uns liegenden Zeitraum keine klare Tendenz an. Bis zum Oktober halten sich positive und negative Jahre in etwa die Waage. Dies deutet auf einen weiterhin eher uneinheitlichen Verlauf in den kommenden Wochen hin. So wie sich der Index seit Wochen in einer Seitwärtsrange bewegt, halten sich die Umsätze verständlicherweise auf einem niedrigen Niveau. All diese Faktoren sprechen nicht dafür, dass kurzfristig die Energie aufkommt, um einen Ausbruch nach oben zu generieren. Bei einem Ausbruch nach unten wäre der Index allerdings im Bereich von knapp über 14’000 Punkten gut abgesichert.


Zum Markttechniker: Christoph Geyer

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