Die Prognose für den Deutschen Aktienindex bleibt mittelfristig unverändert positiv. Jedoch deuten mehrere kurzfristige charttechnische Einflussfaktoren auf eine Reduktion der bisherigen Rallygeschwindigkeit hin. Ein Rückschlag von mehreren hundert Punkten ist möglich, ohne dass der Haupttrend in Gefahr ist.

Erwartungsgemäss hat der Dax (DAX 11553.83 -0.31%) an dem Aufwärtstrend der Vorwochen bei derzeit rund 13’420 eine Pause eingelegt (obere blaue Gerade). Diese Entwicklung überrascht nicht, da die Kurse zuvor bereits aus dem von uns aus vergangenen Schwankungen des Marktes berechneten Prognosekorridor nach Norden ausgebrochen waren (graue Fläche). Geschieht dies, wird eine Trendfortsetzung unwahrscheinlich, was sich zuletzt im November 2017 bewahrheitete (violetter Kreis links). Ob es wie damals gleich zu einer scharfen Korrektur kommen muss, ist abzuwarten.

Zumindest aber die nächsten Wendezonen um 13’340 und 13’220 könnten auf den Prüfstand geraten. Bedenklich wird die weitere Ausgangslage aber frühestens, wenn auch am Monatsdurchschnitt bei derzeit 13’125 (grüne Kurve) nicht genug Käufer zugreifen, um einen eventuellen Einbruch des Index zu stabilisieren. Dann würde eine Korrektur bis an die 12’700er-Marke (blau) drohen.

Der längerfristige Chart zeigt, was passiert, wenn der Index, statt den Aufwärtstrend wie erwartet zu verlangsamen, weiter Gas gibt und über das jüngste Hoch bei 13’525 nach oben ausbricht: In diesem Fall ist Luft bis mindestens an die Aufwärtstrendlinie um 14’000 (grün punktiert), um die der Markt seit 2016 schwankt. Damit bleiben insbesondere nach einer Pause Spekulationen auf weiter steigende Kurse das Mittel der Wahl (passende Papiere dafür zeigt die untenstehende Tabelle).

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