Der Deutsche Aktienindex droht seine verbesserten technischen Ausgangsbedingungen wieder zu verspielen. Die Konsequenzen wären zunächst überschaubar, da die wichtigste Stabilisierungszone des Marktes noch lange nicht in Gefahr ist.

Der Dax ist wieder in das Areal um 12’750 / 12’850 eingetaucht, das derzeit den einzigen kurzfristigen Stabilisator darstellt. Kommt es dort nicht zu genügend hoher Nachfrage, was angesichts der neuen Abwärtsdynamik eine reale Gefahr darstellt, müssen sich Anleger auf einen erneuten Test der Zone um 12’000 / 12’150 einstellen.

An der 12’000er-Marke war das Kaufinteresse in den Vormonaten regelmässig hoch genug, um den Index wieder aufzufangen. Erst wenn der Dax auch am dort verlaufenden, langfristigen Durchschnitts-Preisband nicht mehr genug Käufer findet, wird es kritisch. Bereits jetzt müssen Anleger sich aber wieder von kurzfristigen Long-Positionen verabschieden, denn der nach Norden weisende Schwung der Vorwochen ist fast vollständig verschwunden. Bleibt der Markt unterhalb der 12’750er-Marke, wird es sogar wieder Zeit, über eine erneute Absicherungsstrategie nachzudenken (geeignetes Produktbeispiel siehe Tabelle).

Geeignet sind beispielsweise Hebelprodukte wie die WKN MA11BR von Morgan Stanley (MS 51.87 0.19%), die bei einem Absturz des Marktes an die 12’000er-Marke von derzeit etwa 14,50 € auf mehr als 22,50 € an Wert zulegen würde.

Das 6x-Long-Faktorzertifikat der UBS (UBSG 11.26 0.13%) bietet eine Möglichkeit, auf einen weiteren Anstieg zu spekulieren. Es hebelt Kursgewinne des Dax jeden Tag aufs Neue auf das Sechsfache, aber Anleger müssen berücksichtigen, dass der Hebel auch in die Gegenrichtung wirksam ist.

Leser-Kommentare