Der Deutsche Aktienindex steht technisch nicht schlecht da, aber kleinere Warnzeichen sollten zumindest vorsichtige Anleger dazu motivieren, ein bisschen kürzerzutreten.

Der Dax wird nach wie vor im Bereich um 15’070/15’100 verstärkt nachgefragt – dieser Effekt ist schon seit einigen Wochen zu beobachten. Allerdings scheint er eine weitere Abwärtsbewegung eher zu verzögern als zu verhindern. Denn auch wenn sich der Index dort stabilisiert, fehlen die anschliessenden Aufwärtswellen, die von dort ausgehen müssten, um einen positiven Trend zu generieren. Mehr als ein Aufbäumen des Marktes bis an den oberen Rand seines kurzfristigen Schwankungskorridors bei aktuell rund 15’400/15’500 ist daher momentan kaum zu erwarten – und das auch nur im Idealfall.

Zur wackeligen Einschätzung auf der untergeordneten Zeitebene kommt das Warnsignal, das auf der übergeordneten Zeitebene generiert wurde. Es entstand, da der Dax im April zuerst stark stieg und ein neues Zwischenhoch ausbildete, dann aber viele dieser Gewinne bis zum Monatsende verlor. Analysten kennen diesen Verlauf als Shooting Star, es folgen überdurchschnittlich oft schwächere Perioden. Auch Investoren mit eher längerem Anlagehorizont sollten daher zumindest in erhöhter Alarmbereitschaft sein und zusätzlich auf Verkaufssignale in den kleineren Zeitebenen achten. Die Gefahr einer Konsolidierung bis mindestens in den Bereich der 13’500er-Marke ist gestiegen.

Trading-Idee: Long-Papiere wie beispielsweise der Valor 48958400 der UBS sind weiterhin ein geeignetes Instrument, um von einem Anstieg zu profitieren. Dabei anfallende Gewinne sollten zumindest teilweise zügig mitgenommen werden, da das Potenzial auf der Oberseite überschaubar bleibt.

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