Nach der positiven Entwicklung in der ersten Wochenhälfte steht der Deutsche Aktienindex im oberen Bereich seiner noch jungen Seitwärtsspanne. Ein Ausbruch über das bisherige Jahreshoch ist in den kommenden Tagen durchaus möglich. Aber selbst im Erfolgsfall bleibt der weitere Weg mit zahlreichen Barrieren gespickt.

Zur Wochenmitte scheiterte der Dax (DAX 12041.29 -1.61%) mehrfach an der 11’200er-Marke. Die erhöhte Verkaufsbereitschaft an der runden Schwelle ist nicht überraschend. Hier verläuft die grau eingezeichnete Grenze des Bewegungskorridors, der aus vergangenen Schwankungen berechnet wird. Weitere Gewinne sind nicht unmöglich, aber zumindest statisch weniger wahrscheinlich. Sollte auch über der 11’200 die Kaufbereitschaft hoch bleiben, liegt die nächste Zielregion bei 11’320 und damit im Bereich des Jahreshochs (grün).

Hingegen ist der Dax nach unten derzeit gut geschützt. In den vergangenen Tagen wurden Rücksetzer an den Monatsdurchschnitt (blaue Linie) wiederholt gekauft. Bleibt die Nachfrage der Schnäppchenjäger aus, können spekulative Trader auf einen Rückfall an die 11’000er-Schwelle setzen (rot).

Die zuletzt nachlassende Aufwärtsdynamik wird auch im Wochen-Kerzenchart deutlich. Seit Montag verläuft der Handel in der Spanne der langen schwarzen Kerze aus der Vorwoche (Markierung). Diese Pause stellt noch kein signifikantes Warnsignal dar und ist nach der Gegenbewegung seit dem Dezember-Tief normal. Grundsätzlich aber bleiben die Perspektiven begrenzt: Selbst im Idealszenario scheint ein Anstieg über das massive Bollwerk aus horizontalen Wendemarken und 200-Tage-Linie bei 11’725/11’850 kaum vorstellbar. Ausgehend vom aktuellen Niveau wäre somit maximal Luft von rund 5%.

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