Dem Deutschen Aktienindex steht eine traditionell tendenzlose Jahreszeit bevor. Ganz so langweilig wie sonst dürfte es im aktuellen Marktumfeld zwar nicht werden, aber bereits jetzt wirft der Sommer seinen Schatten voraus.

Im kurzfristigen Chart macht sich ein möglicherweise beginnender Seitwärtstrend durch eine Abfolge positiver und negativer Signale (grün/rot) bemerkbar. Auf kleine Ausbrüche nach oben folgen keine Anschlusskäufe, umgekehrt bleiben aber auch Mikro-Schwächezeichen ohne Folge. Noch überwiegen in der Summe die Pluszeichen, doch Anleger dürfen nicht mehr zu viel erwarten, schon ein Verharren des Dax (DAX 12733.45 1.64%) oberhalb der 12’000er-Marke wäre ein Erfolg.

Mittelfristig zeichnet sich eine Seitwärtsbewegung zwischen 11’250 und 12’900 ab. Neue Höchstkurse des Marktes sind vorerst ebenso unwahrscheinlich wie die lange aus technischer Sicht favorisierte Ausbildung frischer Tiefs – dafür hat sich der Dax zuletzt zu stark erholt. Aber auf längere Sicht ist zumindest ein zweites Standbein der massiven Coronakorrektur nicht auszuschliessen. Irgendwann ist der Sommer auch vorbei, und dann folgt der häufig gefährliche Herbst. Nach wie vor ist das  6x-Long-Faktorzertifikat der UBS eine Möglichkeit, auf einen weiteren Anstieg zu spekulieren. Es hebelt Kursgewinne des Dax jeden Tag aufs Neue auf das Sechsfache, aber Anleger müssen berücksichtigen, dass der Hebel auch in die Gegenrichtung wirksam ist.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)

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