Die jüngste Schwäche des Deutschen Aktienindex könnte der Vorbote einer längeren Abwärtsepisode des Marktes sein. Auch wenn eine vorläufige Stabilisierung knapp unter dem aktuellen Kursniveau wahrscheinlicher wird, ist eine Absicherungsstrategie nun wieder Pflicht.

Der Dax (DAX 13'245.04 -0.06%) notiert weiterhin ausserhalb seines statistisch normalen Schwankungsbereichs (dunkelgraue Bänder im Chart). Während in der Seitwärtsbewegung der Vormonate auf einen Ausbruch aus dieser Komfortzone eine schnelle Rückkehr in den Normbereich folgte, bleibt der Index jetzt im Schwächemodus. Er sendet zudem mit dem Rückfall unter zuvor noch stabilisierende, horizontale Kaufzonen wie die 12’350er-Marke weitere Schwächezeichen.

Auch aus der Vogelperspektive trübt sich das technische Lagebild jetzt ein: Das Ausbleiben einer Stabilisierung am langfristigen Durchschnittspreisband ist ein negatives Signal, wenn sie nicht spätestens heute durch einen kräftigen Anstieg doch noch einsetzt – aber danach sieht es aktuell nicht aus. Immerhin dürften sich erste Schnäppchenjäger wieder an der 11’250er-Marke orientieren, die im Vorjahr bereits etabliert wurde. Das könnte die Abwärtsbewegung des Dax zumindest verzögern.

Erste Gewinnmitnahmen der hier mehrfach vorgestellten Absicherungsprodukte (beispielsweise Valor 54512257 der UBS (UBSG 12.93 -0.04%)) sind nun möglich, doch die Gefahr ist noch lange nicht vorbei. Anleger, die sich gegen weitere Verluste absichern möchten, bleiben zumindest mit einer Teilposition investiert. Das Short-Derivat gewinnt bei Indexverlusten um den Faktor vier an Wert, zuletzt legte es von einem Durchschnittspreis in den Vormonaten um 1.80 Fr. auf mehr als 2.80 Fr. zu.

Das 6x-Long-Faktorzertifikat der UBS bietet eine Möglichkeit, auf einen weiteren Anstieg zu spekulieren. Es hebelt Kursgewinne des Dax jeden Tag aufs Neue auf das Sechsfache, aber Anleger müssen berücksichtigen, dass der Hebel auch in die Gegenrichtung wirksam ist.

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