Auf der einen Seite mutet es schon etwas langweilig an, wenn man den Dax beobachtet, wie er zwischen den einzelnen Seitwärtstrends schwankt und so nicht von der Stelle kommt. Auf der anderen Seite können die Wechsel zwischen den Trends auch nervenaufreibend sein. Technisch betrachtet wird nämlich bei jedem Über- oder Unterschreiten von Widerstands- oder Unterstützungslinien streng genommen ein Signal ausgelöst. Wenn dieses Signal dann wenige Tage später negiert wird, kann das den einen oder anderen Börsianer schon zur Weissglut treiben.

Es bleibt aber bei der schon seit Wochen bestehenden Unsicherheit aus statistischer Sicht. Dies ändert sich erst gegen Ende September, Anfang Oktober. Zuletzt ist der Dax aus der oberen, sehr engen Seitwärtsrange nach unten ausgebrochen und hat dabei gleich auch die nächste Unterstützung zumindest intraday verletzt. Die aktuell laufende Erholungsbewegung ist bislang noch wenig überzeugend. Die obere Range konnte noch nicht zurückerobert werden. Ein nachhaltiger Ausbruch über die Marke von 16’000 Punkten sollte zurzeit ohnehin noch nicht erwartet werden. Die Divergenzen bei den Indikatoren sind noch nicht abgearbeitet, sollten aber keine allzu grossen Auswirkungen mehr haben. Wenn der September sich dem Ende zuneigt, sollte eine neue Phase beginnen. Statistisch sieht es dann wieder besser aus für den Dax.


Zum Markttechniker: Christoph Geyer

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