Die Korrektur des Deutschen Aktienindex könnte vor dem Wochenende pausieren, denn eine bereits bewährte Stabilisierungszone ist nun erreicht. Allerdings bleibt die Gefahr weiterer Rückschläge im Anschluss vorerst relativ hoch. Anleger müssen sich dennoch keine Sorgen um den langfristigen Trend machen.

Der DAX zeigt kurzfristig eindeutig nach unten, wobei der entsprechende Trendkanal heute von 13’140 auf etwa 13’080 Zähler fällt (untere blaue Gerade). Im Chart der Vortage werden zudem auch die ersten Hürden ersichtlich, die überschritten werden müssen, bevor sich die Ausgangslage bessern kann: Bei rund 13’245 Punkten verläuft eine horizontale Zone mit vielen Wendepunkten (rot punktiert), bei 13’260 folgt dann die Abwärtstrendkanal-Obergrenze, die ebenfalls im Tagesverlauf weiter absinkt.

Schaut man etwas weiter zurück, wird die aktuelle Bodenbildungs-Chance erkennbar: Der Markt ist am Durchschnittskurs der vergangenen 21 Tage (etwa ein Handelsmonat) angekommen, an dem sich überdurchschnittlich oft Richtungswechsel vollziehen. Zusammen mit der horizontalen Unterstützung an der 13’000er-Marke, die sich aus einigen Dezember-Tiefs ableitet, ergibt sich hier eine untere Zielzone, die zumindest eine vorübergehende Bodenbildung mit hoher Wahrscheinlichkeit möglich macht. Auch der untere Rand des aus vergangenen Schwankungen berechneten Prognose-Korridors (graue Fläche) lässt vorerst kaum einen stärkeren Ausschlag nach Süden zu.

Unbeantwortet bleibt die Frage, ob die zu erwartende Pause des kurzfristigen Abwärtstrends von Dauer ist. Der langfristige Aufwärtstrend lässt dem Index noch Luft nach Süden für eine fortgesetzte Korrektur bis rund 12’670 an den 200-Tage-Durchschnitt (violett), mindestens aber bis an die 12’900er-Marke (grüne Trendgerade). Auf lange Sicht bewegt sich der DAX aber wieder auf gute Einstiegskurse zu, Long-Positionen mit entsprechend positivem Chance-Risiko-Verhältnis werden zunehmend attraktiver. Passende Papiere, um diese Spekulation umzusetzen, zeigt die Tabelle unten.

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