Der Deutsche Aktienindex beginnt damit, seine statistisch wahrscheinlichen Extrempunkte auszutesten. Noch müssen Anleger nicht beunruhigt sein, doch eine erhöhte Wachsamkeit ist unvermeidlich. 

Der DAX klettert an den oberen Rand seines kurzfristigen Bewegungskorridors (graue Fläche), der aktuell um 15’150 Punkte verläuft und eine steigende Tendenz aufweist. Zugleich lässt sich aus den jüngsten Hochs und Tiefs des Index auch ein linearer Kanal auf dieser Zeitebene konstruieren (grün), der nur unwesentlich darüber notiert. Erste Bodenbildungszonen verlaufen dagegen um 14’750 und 14’400 / 14’500 und sollten nicht aus den Augen verloren werden.

Der mittelfristige Aufwärtstrendkanal (braun) wurde nach oben verlassen und benötigt vermutlich eine Anpassung. Wichtiger ist allerdings auch hier der Prognosekorridor (blaue Fläche), der erst bei 15’350 ausgeschöpft wäre. Zwar bewegt sich auch dessen Obergrenze weiter nach Norden, doch deren Anstiegstempo ist moderater als bei ihrem kurzfristigen Gegenstück, so dass dieses Kursziel sich nicht so schnell verändern wird.

Wer weiter in die Zukunft blicken will oder muss, kann den Langfrist-Chart mit dem dort visualisierten Bewegungspotential heranziehen (braune Fläche). Aber selbst dann ist knapp über der 15’500er-Marke Schluss – oder es muss zumindest ab dort von einer massiven Überhitzung ausgegangen werden.

Trading-Idee: Mehr als Teilgewinnmitnahmen der hier seit Monaten vorgestellten Long-Papiere wie beispielsweise des Valors 48958400 der UBS müssen Anleger derzeit nicht erwägen – und auch nur dann, wenn der persönliche Ereignishorizont eher kurzfristig ausgerichtet ist. Wer längerfristig denkt, kann dagegen auch komplett an seinen Positionen festhalten.

Der Gedanke, darüber hinaus von einer kleinen Korrektur mit Short-Papieren wie beispielsweise dem Valor 54512257 zu profitieren, ist zwar verlockend – geeignet ist diese Strategie aber nur für sehr Wagemutige, denn sie ist gegen den übergeordneten Trend gerichtet.

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