Mit dieser Aussage wusste man in alten Hollywood-Westernfilmen früher immer sofort, was gemeint war. Wer dieser Aufforderung nicht nachkam, musste mit ernsthaften Konsequenzen rechnen. Hatte man sich jedoch geeinigt, konnte man sich darauf verlassen, dass die Sache meist, zumindest für den Augenblick, glimpflich vorüberging.

Das Western-Verhalten kann in Übersee zuweilen heute noch beobachtet werden. Die Sache mit der Verlässlichkeit lässt allerdings zu wünschen übrig. Die Unberechenbarkeit wird langsam berechenbar. So gab es unmittelbar nach den Signalen vom G-20-Gipfel eine kräftige Entlastungsrally sowohl an den US-Märkten als auch im Dax.

Wenige Stunden später wurden die Aussagen relativiert, und der folgende Einbruch fiel entsprechend heftig aus. Dabei war beim Dax schon in den letzten Tagen ein immer gleiches Verhalten zu beobachten. Die Schlusskurse an den letzten sechs Handelstagen lagen allesamt deutlich unter den Eröffnungskursen. Dies ist nicht gerade ein Zeichen für Marktstärke.

Die Kaufsignale und die Divergenzen bei den Indikatoren führten bislang lediglich zu einer kleinen Zwischenerholung im übergeordneten Abwärtstrend. Gestern fiel der Dax wieder unter die Marke von 11’400 Punkten. Dieser Trend dürfte auch in der zweiten Wochenhälfte noch andauern, es sei denn, irgendein namenloser Cowboy taucht plötzlich auf und rettet die Lage. Damit ist derzeit gemäss Umfragen aber nicht unbedingt zu rechnen.

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