Der Trend des Deutschen Aktienindex auf der kurzfristigen Zeitebene ist derzeit an einem Kreuzungspunkt, an dem er sich in beide Richtungen entwickeln kann. Ein stark negatives Szenario ist aber zuletzt wieder deutlich unwahrscheinlicher geworden.

Der Dax hat nach einem starken Einbruch eine zwar ebenso schwungvolle Erholung gezeigt, die allerdings nicht den gleichen Umfang aufweist, sondern derzeit noch am Monatsdurchschnittspreis des Marktes (blau) stagniert. Für eine bestätigte Entwarnung wäre ein weiteres Plus bis mindestens an die stark gehandelte Zone um 16’000 / 16’100 wünschenswert, die eine weitere kleine Barriere darstellen dürfte. Dreht er dagegen schon auf dem aktuellen Niveau nach Süden, sollte er nicht erneut zu tief in die vorherige Tradingrange bei 15’050/ 15’450 eintauchen, sonst gehen alle Warnleuchten wieder an.

Dass es jetzt nicht in einem Rutsch wieder zurück nach oben geht, ist allerdings nicht ungewöhnlich – Abwärtsbewegungen entwickeln sich in der Regel weitaus dynamischer als Aufwärtsbewegungen. Ausserdem ist der Index inzwischen am oberen Rand seines kurzfristigen Schwankungsbandes angekommen (rot), was einen weiteren Anstieg nicht verhindert, aber etwas verlangsamen kann. Positiv zu werten ist auf jeden Fall die im Chart der Vorwochen ausgebildete Inselumkehr, also ein Rückfall samt Kurslücke nach unten, der im Anschluss mit einer gegenteiligen Entwicklung kompensiert wurde.
Trading-Idee: Long-Positionen wie der Valor 111150808 der UBS waren zuletzt eher etwas für Mutige, legen bei einer weiteren Erholung auch weiterhin aber um das Vierfache des Index zu. Mit zunehmender Stabilisierung des Marktes werden sie nun auch für immer mehr Anleger interessant.
Short-Zertifikate wie der Valor 54512257 erwiesen sich dagegen in den Vorwochen als gute Absicherung nach unten, hier war die jüngste Empfehlung zu Teilgewinnmitnahmen aber rückblickend richtig. Wer allerdings eine Restabsicherung beibehalten will, kann weiter zu diesen Papieren greifen.

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