Es muss immer wieder betont werden, dass Statistik auch in der technischen Analyse nicht alles ist. Sie stellt lediglich eine Unterstützung zu gängigen Methoden des Analyseansatzes der Techniker dar. Wenn sich allerdings Rahmenbedingungen ergeben, die zur Statistik der saisonalen Betrachtung passen, sollte man diese Hinweise nicht von der Hand weisen. So ist seit Sommer dieses Jahres eher eine uneinheitliche Saisonalität zu beobachten. Sie sollte laut Statistik der vergangenen Jahre bis Ende September anhalten. Betrachtet man lediglich die letzten acht Jahre, in denen Bundestagswahlen stattgefunden haben, kommt man zu der Erkenntnis, dass vor einer Bundestagswahl die Dax-Notierungen recht schwach waren (dies passt auch zur Endphase der oben erwähnten jährlichen Statistik), um dann nach der Bundestagswahl, gleichgültig, wie sie ausgegangen ist, wieder mit freundlicheren Notierungen aufzuwarten.

Die jüngste Bewegung kommt also aus statistischer Sicht nicht gänzlich überraschend. In diesem Zusammenhang wurden einige wichtige Unterstützungslinien nach unten durchbrochen. Der Umsatz ist auch nach dem Options- und Futures-Verfallstermin recht hoch geblieben. Somit kann derzeit von einem Abgabedruck gesprochen werden. Sollte die nun erreichte Unterstützung nicht gehalten werden (sie wurde mit dem gestrigen Kursanstieg zunächst zurückerobert), steht die nächste Unterstützung bei ca. 14’800 Punkten zur Debatte. Somit bleibt derzeit nur die Hoffnung auf die oben erwähnten Statistiken, die eine Besserung nach der Wahl voraussagen.


Zum Markttechniker: Christoph Geyer

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