Der Deutsche Aktienindex hat zwar in der jüngeren Vergangenheit klar an Schwung verloren, doch bisher ist er dennoch in einem kurzfristigen Aufwärtstrendkanal beheimatet. Auf längere Sicht dürfte der Trend allerdings in eine andere Richtung weisen.

Der Dax (DAX 12528.18 -0.64%) bewegt sich weiterhin in dem steigenden Kurskorridor der Vortage (grün), dessen Untergrenze heute um 12’125 eine erste technische Unterstützung darstellt. Zugleich dürfte aber um 12’500 der nördliche Rand des statistisch wahrscheinlichen Schwankungskorridors (dunkelgrau) bremsen. Zwar wurde diese Bandbreite in der Coronakrise mehrfach verlassen, allerdings bildet sie in mehr als 90% aller «normalen» Handelstage eine verlässliche Limitierung.

Auch im mittelfristigen Chart ist der Schwankungsspielraum irgendwann ausgeschöpft (dunkelblau), aktuell wäre das um 12’900 der Fall. Dort befindet sich zugleich die horizontale Wendezone, die den Höhenflug des Dax schon einmal gestoppt hat. Auf der Unterseite reicht der Spielraum bis 11’250/11’600. Damit sind die Grenzen für die nächsten Wochen vermutlich zuverlässig definiert.

Nach wie vor ist das  6x-Long-Faktorzertifikat der UBS eine Möglichkeit, auf einen weiteren Anstieg zu spekulieren. Es hebelt Kursgewinne des Dax jeden Tag aufs Neue auf das Sechsfache, aber Anleger müssen berücksichtigen, dass der Hebel auch in die Gegenrichtung wirksam ist.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)

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