Unverändert notiert der Deutsche Aktienindex unterhalb einer bereits seit Sommer als Blockade wirksamen Preisschwelle. Allerdings ist die Nachfrageseite diesmal weniger zurückhaltend als bei früheren Kontakten mit diesem technischen Widerstand.


Der Dax (DAX 13'949.76 +0.2%) bewegt sich behutsam näher an das im Kurzfristchart gut erkennbare Hindernis um 13’400/13’450. Bisher deutet nichts darauf hin, dass die Kurse wieder so dynamisch nach unten abprallen wie bei vergangenen Annäherungsversuchen. Selbst wenn es zu einem erneuten Rückschlag kommt: Zuletzt war im Anschluss bereits an der 13’000er-Marke immer wieder eine schnelle Bodenbildung möglich. Auch das Areal um 12’800 dürfte eine stabilisierende Rolle spielen, da dort sowohl der Monatsdurchschnittspreis (blau) als auch der untere Rand des auf dieser Zeitebene berechenbaren Schwankungskorridors (graue Fläche) verlaufen.

Die Kaufzurückhaltung ist angesichts der überhitzten mittelfristigen Marktsituation nicht allzu überraschend. Nach der steilen Erholung vom jüngsten Einbruch verläuft der Dax am oberen Ende des Prognosekorridors dieser Zeitebene (blaue Fläche). Neue Rekorde oberhalb der bisherigen Spitzenwerte um 13’800 dürften erst erreichbar sein, wenn der Dax sich weiter abgekühlt hat. Nach vergleichbaren Rallys in der Vergangenheit (grün) ging es nach einer Pause aber oft weiter nach oben.

Um auf eine weitere Aufwärtsbewegung zu spekulieren, eignen sich beispielsweise Papiere wie der Valor 54360813. Das Zertifikat der UBS (UBSG 13.26 -0.3%) hebelt einen Kursanstieg des Index um den Faktor sechs.

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