Die Nachfrageseite gewinnt wieder deutlich an Stärke, was den Deutschen Aktienindex an die Obergrenze seiner kurzfristigen Seitwärtsbewegung steigen lässt. Doch ist dies bereits das entscheidende Vorzeichen, auf das Käufer gewartet haben? Und wie gross ist das daraus resultierende Potenzial nach oben wirklich?

Der Markt notiert am Freitagmorgen im Bereich um 12’450/12’500 und markiert kurzzeitig sogar den höchsten Stand seit Ende Februar. Doch dann verliert er auch schnell an Schwung. Mögliche Ursachen werden beim ersten Blick auf den Chart erkennbar: Viele Zwischenhochs auf dem nun erreichten Kursniveau dürften auch diesmal wieder verstärkt Verkäufer auf den Plan rufen.

Dazu kommt ein Abwärtstrend, an dem auffällig viele Wendepunkte seit dem vierten Quartal 2017 liegen (blau). Ein Ausbruch über diese Hürden wäre ein klar positives Signal, doch ist er vor dem Wochenende eher unwahrscheinlich. Dazu kommt: Bereits um 12’660 bildet der viel beachtete 200-Tage-Durchschnittspreis (violett) eine weitere Hürde, zusammen mit der um 12’800 verlaufenden horizontalen Wendezone (rot).

Angesichts des überschaubaren Kursspielraums auf der Nordseite dürften sich viele Käufer zurückhalten, selbst wenn die aktuelle Tradingrange mit einem Sprung über die 12’500er-Marke nach oben durchbrochen wird – eine empfehlenswerte Strategie. Besonders Mutige spekulieren zwischen 12’500 und 12’660 sogar verstärkt mit Bär-Zertifikaten und setzen dadurch auf den nach wie vor dominierenden Trend im mittelfristigen Zeitfenster.

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