Nach einem Ausbruch aus einem Seitwärtstrend kommt es gewöhnlich vor, dass sich die Kurse zunächst an der Ausbruchslinie orientieren und ein Rückschlag an diese Linie erfolgt, ein sogenannter Pull Back. Dies ist zwar in Ansätzen kurz nach der Jahreswende erfolgt, allerdings war der Ausbruch zu diesem Zeitpunkt noch nicht sehr weit fortgeschritten. Nachdem nun die 14’000er-Marke überwunden wurde, begann der DAX leicht nachzugeben. Dies wäre eine gute Gelegenheit für einen solchen Rücksetzer gewesen. Die Ansätze sind auch da, aber aktuell tritt der Markt lieber auf der Stelle.

Somit stellt die grosse runde Zahl von 14’000 derzeit die Orientierungsgrösse dar. Auch wenn der sehr kurzfristige Aufwärtstrend noch intakt ist, kann von einem Aufwärtsdrang bislang keine Rede sein. Die Indikatoren deuten stattdessen sogar eher auf eine Korrekturbewegung hin. So steht der MACD-Indikator kurz davor, das Verkaufssignal des Stochastik-Indikators zu bestätigen. Sollte dies so kommen, würde ein Rückschlag bis an die Ausbruchslinie kaum zu vermeiden sein. Die Entscheidung dürfte noch in dieser Woche fallen.

(Quelle der Grafik: FactSet Digital Solutions)


Zum Markttechniker: Christoph Geyer

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