Der Index zeigt einen stabilen kurzfristigen Aufwärtstrend, doch dies könnte sich schon in wenigen Tagen ändern: Der Markt nähert sich einem vielfach bewährten Verkaufsbereich, der auch diesmal wieder für Abgabedruck sorgen dürfte. Dazu kommen mittelfristige Einflussfaktoren, die zusätzlich bremsend wirken.

Noch ist die Erholungsbewegung des Deutschen Aktienindex intakt, wobei das Tempo der Vortage – das sich in einem Aufwärtstrend (blau) bei aktuell 12’390 manifestiert – kaum länger durchzuhalten ist. Für aufkommende Gewinnmitnahmen dürfte die nun erreichte Wendezone im Chart bei 12’515/12’620 sorgen. Solange der Dax (DAX 10622.07 -1.54%) aber nicht unter 12’280 zurückfällt, haben Anleger nicht allzu viel zu befürchten.

Gegen einen nahtlosen weiteren Anstieg spricht auch der weiter zurückreichende Chart: Hier hat sich ein Abwärtstrend um 12’555 (blau) bereits als oberer Wendepunkt bewährt. Zumindest für eine kurzzeitige Unterbrechung der Aufwärtsbewegung dürfte er auch diesmal wieder sorgen. Je länger diese Pause dauert, desto wahrscheinlicher ist ein erneuter Rückfall in Richtung des jüngsten Zwischentiefs knapp über der 11’800er-Marke.

Auf längere Sicht ist ein Umschwung zurück nach Süden derzeit noch das wahrscheinlichere Szenario, zumal der Index erst im Februar deutlich unter seinen 200-Tage-Durchschnittspreis (violett) eingebrochen ist. Danach folgt in der Regel eine längere Korrektur. Erst wenn der Dax auch oberhalb dieses viel beachteten Mittelwerts bei derzeit rund 12’720 wieder gekauft wird, würde sich die Lage auch auf längere Sicht entspannen.

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