Mit einem dynamischen Abverkaufstag lieferte der Deutsche Aktienindex den Startschuss für eine Konsolidierungsphase. Diese beginnt mit einer Grenzverletzung, wirkt aber dennoch halbwegs kontrolliert.

Die unterschwellige Nervosität am Markt ist nach wie vor nicht unerheblich, wie der Einbruch vom Donnerstag zeigt – dabei unterschritt der DAX zeitweise das südliche Limit seines kurzfristigen Schwankungskorridors (grau), was vor dem Corona-Crash Ende Februar nur sehr selten vorkam. Die nächste potenzielle Haltezone liegt nun um 12.050 / 12.100 und sollte den Index zumindest vorläufig stabilisieren. Zugleich könnte sich das Areal um 12.700 / 12.800 wieder als technische Barriere erweisen, wie bereits mehrfach in den Vormonaten.

Auch eine Nachfrageerhöhung am langfristigen Durchschnittspreis (violett) könnte den DAX temporär auffangen, Schwankungen um diesen Mittelwert sind aber in trendlosen Phasen nicht unüblich. Als Untergrenze einer Tradingrange auf dieser Zeitebene ist der Bereich um 11.250 / 11.600 geeignet, der im Chart als waagerechte Wendezone hervortritt.

Nach wie vor ist das  6x-Long-Faktorzertifikat der UBS eine Möglichkeit, auf einen weiteren Anstieg zu spekulieren. Es hebelt Kursgewinne des Dax jeden Tag aufs Neue auf das Sechsfache, aber Anleger müssen berücksichtigen, dass der Hebel auch in die Gegenrichtung wirksam ist.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)

Leser-Kommentare