Genau genommen befindet sich der Deutsche Aktienindex zwar noch in seinem aktuellen Aufwärtstrendkanal, doch die Anatomie der vergangenen Handelstage deutet auf eine kleine Konsolidierung hin.

Man sollte den Tag zwar nie vor dem Abend loben oder – wie in diesem Fall – kritisieren, doch einzelne Handelssitzungen, die von starken Abverkäufen dominiert werden, dürfen auch nicht ignoriert werden. Das ist passiert: Nach einer engen Tradingrange, die mehr als eine Woche dauerte, war der Dax am letzten Freitag nach oben auf ein neues Hoch ausgebrochen, was eigentlich ein positives Zeichen ist. Doch in der ersten Hälfte dieser Woche wurden alle Gewinne abgegeben, und der Markt fiel mit überdurchschnittlich starken Tagesverlusten auf ein neues Monatstief – erkennbar an den langen schwarzen Kerzen im Candlestick-Chart. Bestätigen würde sich dieses frische Warnsignal, wenn der Index auch noch unter seinen kurzfristigen Durchschnittspreis (blau) um 15’050 fiele.

Im Wochenchart wirkt ein kleiner Ausschlag nach unten nicht dramatisch, auf dieser Zeitebene wäre eine Konsolidierung in Richtung 14’150 ohnehin unerheblich für die weitere freundliche Tendenz des Marktes. Selbst Verkäufe bis an den langfristigen Durchschnitt um 13’500 wären noch als unkritisch zu bewerten. Allerdings zeichnen sich auch in den auf Wochen- und Monatsbasis akkumulierten Daten potenzielle obere Umkehrformationen in den jeweiligen Charts ab. Doch um sie zu bewerten, sollten die jeweiligen Perioden erst noch etwas andauern, frühestens Donnerstagabend ist auch hier eine halbwegs gesicherte Prognose möglich.

Trading-Idee: Unverändert bleiben Long-Papiere wie der hier mehrfach präsentierte Valor 48958400 der UBS  eine Option, um auf steigende Kurse zu setzen. Allerdings können Anleger, die inzwischen grössere Gewinne verzeichnen, einen Teil davon auf dem aktuellen Niveau mitnehmen. Hält die jüngste Entwicklung an, dürften neue Käufe auch bald wieder zu günstigeren Preisen möglich sein.

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