Der Deutsche Aktienindex zeigte zuletzt einige kleinere Schwächesignale. Aber ist das bereits ein Grund, sich ernsthaft um den Markt zu sorgen, oder nur eine normale Konsolidierung nach den starken Gewinnen der Vormonate?

Im kurzfristigen Zeitfenster ist der Schwung inzwischen vollständig zum Erliegen gekommen: Die Preise folgen der bis März zurückverfolgbaren Steigungslinie nicht mehr (grün), und der Dax wurde auch am Monatsdurchschnitt nicht mehr nachgefragt (blau). Noch stabilisieren allerdings Käufer an der kleinen horizontalen Bodenbildungszone um 15’070 den Index. Wenn auch dieser Effekt aufhört, dürften die nächsten Kursziele eher auf der Unterseite zu finden sein. Dann sind erst bei 14’800 am südlichen Rand des hiesigen Schwankungskorridors (graue Fläche) und am dann folgenden waagerechten Wendebereich um 14’150/14’400 die nächste Haltegelegenheiten auszumachen.

Es ist ein Warnsignal, wenn der Dax innerhalb eines Monats stark steigt und ein neues Zwischenhoch ausbildet, dann aber viele dieser Gewinne bis zum Monatsende abgibt – das war im April der Fall. Analysten kennen diesen Verlauf als Shooting Star, es folgen überdurchschnittlich oft schwächere Perioden. Auch Investoren mit eher längerem Anlagehorizont sollten daher zumindest in erhöhter Alarmbereitschaft sein und zusätzlich auf Verkaufssignale in den kleineren Zeitebenen achten. Eine Konsolidierung bis mindestens in den Bereich der 13’500er-Marke ist nun wieder deutlich wahrscheinlicher geworden.

Trading-Idee: Long-Papiere wie beispielsweise der Valor 48958400 der UBS sind weiterhin ein geeignetes Instrument, um von einem Anstieg zu profitieren. Dabei anfallende Gewinne sollten zumindest teilweise zügig mitgenommen werden, da das Potenzial auf der Oberseite überschaubar bleibt.

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