Sobald der Deutsche Aktienindex ein gewisses Niveau überschreitet, kommt es schon seit Monaten immer wieder zu starken Verkäufen. Auch wenn dieser Effekt nun erneut auftritt, gibt es doch feine Unterschiede im technischen Gesamtbild, die leicht positive Signale senden. 


Erneut drehte der Dax (DAX 13'921.37 +0.77%) zu Wochenbeginn innerhalb eines Handelstages scharf nach unten ab, sobald er das Areal um 13’400/13’450 erreichte. Diese Entwicklung erinnert stark an ein Ereignis im Juli, auf das damals eine Korrekturwelle des Index folgte (rot). Bei anderen, etwas weniger vergleichbaren Ausgangssituationen (orange), die aber immer noch hinreichend ähnlich sind, um ebenfalls in eine Analyse einbezogen zu werden, blieben stärkere Gewinnmitnahmen allerdings aus (orange).

Auch die beiden wesentlichen Stärkezeichen, die der Dax zuletzt sendete, sollten bei einer Prognose berücksichtigt werden: Für die Erholung im November benötigte der Index weniger Zeit als für den vorausgegangenen Einbruch im Oktober. Diese «Kaufpanik» war in der Vergangenheit stets ein zuverlässiges Indiz für einen positiven Verlauf (grün).

Und trotz des steilen Anstiegs blieben Gewinnmitnahmen bislang aus, stattdessen stagniert der Markt oberhalb der 13’000er-Marke. Erst ein Rückfall unter diese Zone würde wieder eine längere Konsolidierung ankündigen. Solange es nicht dazu kommt, ist ein weiterer Anstieg in Richtung der Rekordstände um 13’800 eine mittelfristig wahrscheinliche Option – zumindest für Anleger, die etwas Geduld mitbringen.

Um auf eine weitere Aufwärtsbewegung zu spekulieren, eignen sich beispielsweise Papiere wie der Valor 54360813. Das Zertifikat der UBS (UBSG 13.30 +0.57%) hebelt einen Kursanstieg des Index um den Faktor sechs (siehe Tabelle).

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