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Der Deutsche Aktienindex trifft in den kommenden Tagen auf verstärkten Verkaufsdruck. Dafür sorgen zahlreiche charttechnische Einflussfaktoren, die sich bereits in der jüngeren Vergangenheit als Auslöser für erhöhte Abgabebereitschaft bewährt haben. Das Risiko nach unten ist damit aktuell leicht erhöht.

Die Seitwärtsbewegung seit der letzten Juli-Woche ist mit rund 230 Punkten nicht breit genug, um noch längere Zeit durchgehalten zu werden. Bereits jetzt dauern die Schwankungen zwischen der Untergrenze dieser Range bei rund 12’100 und der Obergrenze bei etwa 12’320/30 schon ungewöhnlich lange – was sich nur durch die ohnehin sehr schwankungsarme Sommerzeit erklären lässt.

Doch nun haben Anleger weitere Gründe, zwischen 12’320 und 12’370 zu verkaufen: Dort verlaufen jetzt sowohl die bereits als oberer Umkehrpunkt bewährte Monatsdurchschnittskurve (grün) als auch ein Abwärtstrend (rot punktiert), der sich durch Verbindung der jüngsten Zwischenhochs im Intradaychart der Vormonate gut konstruieren lässt. Für sich genommen ist keiner dieser Einflussfaktoren ein gewichtiges Verkaufsargument, doch zusammen dürften sie einen deutlich negativen Einfluss auf das Verhalten der Marktteilnehmer haben.

Ein Ausbruch nach oben wäre überraschend und würde daher auch vermutlich schnell zu weiteren Anschlusskäufen in Richtung der nächsten Wendepunkte bei 12’680 führen. Wahrscheinlicher ist aber, dass der Markt die aktuelle Handelsspanne nach unten verlässt oder zumindest nach unten ausweitet.

Die nächsten Kursziele werden aus einem erweiterten Blickwinkel sichtbar: Der bis Jahresbeginn zurück reichende Chart zeigt noch eine leichte Häufung von Wendepunkten um 11’850/11’920, die nun erneut als Unterstützung dienen könnten. Auch die Untergrenze des Prognose-Korridors (grau) liegt dort, er zeigt verlässlich das kurzzeitig aus statistischer Sicht verfügbare Schwankungspotenzial auf  beiden Seiten.

Auch langfristig ist ein Rücksetzer unter 12’000 noch möglich, denn hier verläuft der oft als Wendepunkt dienende 200-Tage-Durchschnitt (violett). Aus dieser Perspektive wäre sogar ein Ausverkauf bis 10’600 unschädlich, erst dort befindet sich die Untergrenze des «grossen» Aufwärtstrends, der im Jahr 2009 startete.