Dass die europäischen Märkte eng verknüpft sind mit den US-Märkten, ist kein Geheimnis. Dies macht sich besonders dann bemerkbar, wenn die US-Märkte feiertagsbedingt geschlossen haben. Der Umsatz an den deutschen Märkten ist dann nämlich auffällig niedrig. In dieser Woche steht nun wieder einer der wichtigen US-Feiertage, der Unabhängigkeitstag, an. Entsprechend ist mit niedrigem Volumen an unserer Börse zu rechnen. Was bedeutet dies aber für den Handel? Hier gibt es verschiedene Thesen, wie unsere Märkte darauf regieren. Eine These besagt, dass der Markt wegen des geringen Umsatzes eher rückläufig sein wird.

Dies würde dem Lehrbuch entsprechen, wonach es Volumen benötigt, damit Kurse steigen. Eine andere These stellt fest, dass US-Feiertage meist freundliche Handelstage im Dax darstellen. Wegen des geringen Umsatzes können die Handelsteilnehmer mit vergleichsweise niedrigem Volumen den Markt eher bewegen. Eine solche Bewegung könnte bedeuten, neue Grenzen nach oben auszutesten. Diese Möglichkeit besteht, da die Zeichen derzeit auf Kursanstieg stehen.

Der MACD-Indikator ist an seiner Triggerlinie nach oben abgeprallt und stellt damit ein Kaufsignal dar. Allerdings war der Umsatz beim Ausbruch am Montag eher gering, was auf fehlendes Vertrauen hindeutet. Ein Antesten der nächsten Widerstandslinie bei ca. 12’800 Punkten ist daher zwar möglich, dürfte dann aber kaum für dauerhafte Freude sorgen. Am Wochenende wird man sehen, welche These sich bewahrheitet hat.

 

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