Noch vor wenigen Tagen schaffte der Dax den Ausbruch aus der seit Anfang April andauernden Seitwärtsbewegung. Nun droht schon wieder ein Rückschlag in das alte Seitwärtsmuster. Bei aller Freude über das neue Niveau und den neuen Rekordstand muss aber auch festgestellt werden, dass der Ausbruch nicht dynamisch vonstattenging. Vielmehr handelte es sich um einen langsamen, eher vorsichtigen Anstieg, der, nicht zuletzt wegen des Feiertags in der Vorwoche, nur von geringem Umsatz begleitet war. Von einem Aufwärtsschub konnte daher keine Rede sein. Bei den Indikatoren gibt es daher auch kein hilfreiches Bild.

Der Stochastik-Indikator befindet sich im überkauften Bereich und verhält sich so, als läge ein starker Trend vor. Das leichte Abkippen und damit ein mögliches Verkaufssignal ist aus diesem Grund eher zu vernachlässigen. Der MACD-Indikator verläuft ohnehin schon flach, und ein Schneiden der eigenen Durchschnittslinie wird in diesem Fall eher als schwaches Signal zu werten sein. Gestern gab es zwar eine Intraday-Stimmungswende, die zu einer Art Shooting Star geworden ist, aber auch dies ist ein eher schwaches Signal. Damit ist alles, was derzeit im Chart zu entdecken ist, nur von sehr geringer Aussagekraft. Die Marktteilnehmer warten aktuell offenbar auf Impulse aus der Nachrichtenwelt und von den Notenbanken. Erst mit solchen neuen Informationen dürfte sich das Bild von einer abwartenden Haltung zu einem klaren Bild ändern.


Zum Markttechniker: Christoph Geyer

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