Die markttechnischen Signale deuteten für den Deutschen Aktienindex schon länger nach unten, bislang hielt sich der Index aber noch in einer Tradingrange. Nun könnte die nächste Verkaufswelle bald starten. Anleger müssen zwar nicht in Panik geraten, sollten ihr Portfolio aber genau analysieren.

Noch ist es zu früh, von einem neuen Abwärtstrend zu sprechen, denn vorerst verharren die Kurse in der Handelsspanne zwischen 11’000/11’050 und 11’700/11’850. Doch die Tendenz innerhalb dieser Bandbreite ist klar nach Süden ausgerichtet, Zwischenerholungen werden von Marktteilnehmern sofort auf breiter Front für Gewinnmitnahmen genutzt. Die Obergrenze seiner kurzfristigen Tradingrange hat der Dax (DAX 10780.51 1.49%) dadurch zuletzt gar nicht mehr erreichen können.

Spätestens wenn die bislang noch stabilisierende Nachfrage an der 11’000er-Marke wegbricht, sollten Investoren ihr Depot leichter machen. Streng genommen sollte dieser Schritt bereits nach dem Rücksetzer des Dax unter 11’700 gemacht worden sein, denn das Ausbleiben von Käufen an dieser ehemaligen Bodenbildungszone stellte auch aus der Vogelperspektive jenseits des Daytradings ein klares Schwächezeichen dar. Zuvor war der Markt schon mehrfach negativ aufgefallen, indem er unterhalb seines 200-Tage-Durchschnittspreises (violett) wiederholt nach unten gedreht hat.

Anleger sollten jedoch nicht vergessen: Aktuell wird noch auf hohem Niveau gejammert, denn die Kurse steigen seit 2009 relativ stabil. Allein der jetzige Trendkanal, gebildet aus den Zwischentiefs und -hochs ab dem Jahr 2014, liefert noch Spielraum auf der Unterseite bis fast an die 10’000er-Marke, ohne dass er gefährdet ist (grün). Schon kurz davor, um 10’200/10’800, könnten wieder verstärkt Käufe zu beobachten sein. In diesem Areal liegt das Mindestkursziel der nächsten Korrekturwelle.

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