Der Deutsche Aktienindex bleibt im Korrekturmodus, allerdings ist die erste grössere Chance auf eine Bodenbildung nicht mehr weit entfernt. Zumindest für eine temporäre Stabilisierung ist die Zeit daher nun reif.

Der Dax fällt mit unverändert hohem Tempo auch in der neuen Handelswoche weiter, nähert sich dabei allerdings der über mehrere Monate bewährten horizontalen Haltezone bei 14’800 / 15’000 Punkten. Da der Markt sein kurzfristiges Schwankungsband nach unten verlassen hat (rot), ist er aus statistischer Sicht überreif für ein Atemholen im Abwärtstrend. Eine Erholung zurück in Richtung der ersten potenziellen Hürden im Chart der Vortage bei 15’300 / 15’450 wäre daher keine Überraschung.

Wie es nach einer Denkpause weitergeht, hängt vom Käuferverhalten an der 14’800er-Marke ab. Aus technischer Sicht ist dort mit einer hohen Nachfrage zu rechnen, zudem ist auch das mittelfristige Schwankungsband (blau) dann nach unten ausgereizt. Eine Wiederholung der Entwicklung vom Oktober / November 2020 ist das wahrscheinlichste Szenario, damals hat der Index trotz einer dynamisch begonnenen Korrektur relativ zügig nach oben gedreht (mittlerer schwarzer Pfeil). Wenn es stattdessen doch zum Durchbruch kommt, reicht der Spielraum aber bis mindestens zurück an das Ausgangsniveau vom Jahresanfang um 13’500 Punkte.

Trading-Idee: Papiere wie der Valor 54512257 der UBS  bieten eine Absicherung nach unten: Für jedes Prozent, das der Dax verliert, gewinnt das Zertifikat um bis zu 4% an Wert. Long-Positionen wie der Valor 111150808 weisen dagegen den gegenteiligen Effekt auf und verlieren deutlich — hier bieten sich Stopp-Verkäufe zur Risikobegrenzung an, nur Mutige warten Tagesschwankungen für einen eventuell besseren Ausstiegspreis ab. Spätestens nach einer Beruhigung des Marktes in den kommenden Wochen dürften sie aber wieder eine sehr interessante Depotbeimischung darstellen.