Die aktuell laufende Börsenwoche ist statistisch gesehen dafür geeignet, Positionen aufzubauen. Nach dieser saisonalen Schwäche steigen die Notierungen beim Dax nämlich anschliessend wieder bis Mitte Juli. Allerdings scheint die Angst, die noch am Freitag, dem grossen Options- & Futures-Verfall, vorgeherrscht hatte, bereits verflogen zu sein, als habe es sich um nicht mehr als ein Sommergewitter gehandelt. Dabei wurde zum Ende der vergangenen Woche doch zunächst recht viel technisches Porzellan zerschlagen. Auffällig war dabei aber, dass der Dax zwar in die  Seitwärtsrange zurückrutschte, innerhalb dieser aber der Aufwärtstrend gehalten werden konnte.

Auch wenn sich der deutsche Leitindex wieder nach oben befreien konnte, gibt es nach wie vor einige Warnsignale, die von den Marktteilnehmern beachtet werden dürften. So ist der MACD-Indikator zuletzt an seiner Triggerlinie nach unten abgeprallt, was ein negatives Zeichen darstellt. Sowohl der MACD- als auch der Stochastik-Indikator haben Divergenzen gebildet. Diese Warnsignale stellen zwar keine Verkaufssignale dar, sind aber Hinweise auf eine Veränderung der Marktstruktur. Somit steht derzeit die positive Saisonalität den Indikatorenhinweisen gegenüber. Solange der Trend nicht gebrochen wird, besteht eine gute Chance auf neue Tops im Juli.


Zum Markttechniker: Christoph Geyer

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