Die Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen bleibt vorerst trotz des zuletzt überkauften Zustands beim Deutschen Aktienindex gering, worauf sich Anleger aber nicht verlassen sollten. Immerhin ist das erste Kursziel einer Konsolidierung relativ nahe.

Der Dax (DAX 12486.56 -0.2%) hat den oberen Grenzbereich seines kurzfristigen Schwankungskorridors (graue Fläche) verlassen und nimmt Kurs auf die Unterseite dieser Zone. Die Dynamik dieser Gegenbewegung, die als rein mechanische Reaktion auf die jüngste Überhitzung zu werten ist, bleibt aber überschaubar. Die Zielmarke für eine Korrektur liegt zunächst im Bereich der 12’000er-Marke. Dort dürften am Monatsdurchschnitt (blau) wieder verstärkt Schnäppchenjäger aktiv werden, zumal dann auch die Untergrenze des Bewegungskorridors erreicht ist.

Die mittelfristige Ausgangslage bleibt noch etwas angespannter, aus diesem Blickwinkel wirkt der Anstieg der Vorwochen auch viel steiler. Eine fortgesetzte Atempause ist fast schon zwingend, um den Dax wieder aus dem oberen Extrembereich des hiesigen Prognosekorridors (blaue Fläche) zu führen. Geht die Übertreibung dagegen weiter, ist auch ein erneuter Test der Zone um 12’650/12’950 nicht auszuschliessen.

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