Anders als die grossen US-Indizes, die an neuen Tops kratzen oder sie längst erreicht haben, versprüht der deutsche Leitindex seit einigen Tagen nicht mehr als Langeweile. Das Treten auf der Stelle ist inzwischen zum Programm geworden. Die Tagesausschläge sind gering, und wenn es einmal danach aussieht, dass die obere Trendkanalbegrenzung angegriffen werden könnte, wird dieser Angriff direkt im Keim erstickt. Der Bereich um 13’500 Punkte wird weiterhin als Grenze akzeptiert, positiv, dass dies durchaus gelingen könnte.

Die Indikatoren verlaufen neutral bzw. kippen, wie im Fall des MACD-Indikators, leicht ab. Dies deutet eher auf ein anstehendes Verkaufssignal hin. Die Saisonalität für den Rest des Jahres ist eher positiv zu werten. In dieser Gemengelage ist ein Ausbruch nach oben zwar weiterhin möglich, kurzfristig aber nur schwer vorstellbar. Sollte der Ausbruch allerdings nach oben gelingen, sind zum Jahresabschluss schnell neue Rekordhochs denkbar. Ein Ausbruch nach unten sollte aus heutiger Sicht im Bereich von 12’500 Punkten verhindert werden können.

(Quelle der Grafik: FactSet Digital Solutions)


Zum Markttechniker: Christoph Geyer

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