Der Deutsche Aktienindex ist im Wochenverlauf ungewöhnlich schnell gefallen. Damit steigen die Chancen für eine zumindest kurze Gegenbewegung zurück nach oben. Doch auch wenn es dazu kommt, dürfte dies noch nicht das Ende einer Abwärtsbewegung darstellen. Anleger müssen weiter vorsichtig bleiben.

Der Dax (DAX 10924.7 -0.04%) hat das untere Ende des kurzfristigen Prognosekorridors (graue Fläche) erreicht, was erfahrungsgemäss einen weiteren Absturz verlangsamt oder sogar vorläufig blockiert. Doch dieser Effekt ist nur temporär, mehr als eine Erholung zurück an die alten Wendepunkte bei 11’000/11’050 dürften sich Investoren derzeit noch nicht erhoffen. Im Idealfall könnte der Index noch an den Monatsdurchschnitt (blau) bei derzeit knapp 11’250 klettern, wenn Marktteilnehmer Gewinne ihrer Short-Positionen durch Rückkäufe auflösen.

Auch aus der mittelfristigen Perspektive ist der Dax bereits im Randbereich des aus vergangenen Schwankungen berechneten Vorhersage-Kurskanals (blaue Fläche). Etwas Luft nach unten für eine weitere Ausdehnung der laufenden Verkaufswelle ist theoretisch noch vorhanden, doch das gesamte Potenzial wird selten ausgenutzt. Zwischen 10’200 und 10’800 ist auf dieser Zeitebene ohnehin eine leichte markttechnische Unterstützung erkennbar, was zusätzlich für Nachfrage sorgen dürfte. Doch der allgemeine Trend bleibt negativ (rot), selbst eine längere Erholung dürfte spätestens um 11’850 wieder ins Stocken kommen. Und dann sind neue Tiefs wahrscheinlich.

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