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Die jüngste Verkaufswelle beim Deutschen Aktienindex kommt angesichts der charttechnischen Rahmenbedingungen nicht überraschend. Für die kurzfristige Entwicklung sind nun zwei Szenarien denkbar, keines davon beinhaltet allerdings einen positiven Kursverlauf – dieser ist erst auf längere Sicht wieder möglich.

Der DAX ist wie erwartet aus der jüngsten Handelsspanne zwischen 12’100 und 12’320/12’330 nach unten ausgebrochen. Insbesondere die verstärkten Verkäufe bei jeder Erholung an den Monatsdurchschnittskurs (grün) bei derzeit 12’300 und Abwärtstrend (rot) knapp darüber kündigten diese Entwicklung bereits in den Vortagen an. An all diesen Chartmarken dürfte die Abgabebereitschaft der Marktteilnehmer auch in den kommenden Tagen weiter überdurchschnittlich hoch bleiben.

Das nächste Kursziel auf der Unterseite liegt nun bei 11’850/11’920 und ist fast erreicht. Hier liegen einige Zwischentiefs aus den Monaten März und April, die heute vergleichsweise bedeutungslos wären, wenn nicht zugleich die Untergrenze des Prognose-Korridors (grau) ebenfalls auf diesem Kursniveau verlaufen würde. Dieser Trendkanal ist aus vergangenen Schwankungen des Index berechnet und zeigt den wahrscheinlichen kurzfristigen Spielraum für die kommenden Tage auf beiden Seiten des Marktes.

Auch der längerfristige Chart bestätigt das nächste Kursziel, macht zugleich aber Hoffnung: Negativ fällt zunächst der Ausbruch der Kurse aus dem im Sommer 2016 gestarteten Aufwärtstrendkanal auf (grün). Doch das daraus resultierende Abwärtspotenzial ist vorerst noch überschaubar, denn der von vielen Anlegern beachtete 200-Tage-Durchschnittskurs des DAX (violett) um 11’900 verstärkt die dort verlaufende, kurzfristige Unterstützung. Erst wenn sich hier nicht genug Käufer für eine Bodenbildung finden, ist mit weiteren Verlusten bis mindestens an die nächsten auffälligen Wendepunkte um 11’400 zu rechnen (blau). Doch zunächst ist eine – zumindest vorläufige – Pause des Ausverkaufs bald zu erwarten.