Die Angst vor einer zweiten Welle in der Coronakrise ebbt nicht ab. Wie wahrscheinlich eine zweite Welle tatsächlich ist und welche Massnahmen in diesem Fall getroffen werden, ist für die Märkte zunächst zweitrangig. Entscheidend wird sein, wie die Marktteilnehmer auf eine solche Möglichkeit reagieren. Der seit Mitte März bestehende Aufwärtstrend ist zumindest deutlich sichtbar ins Stocken geraten. Auch wenn der Trend noch intakt ist und bislang nicht gebrochen wurde, konnte zuletzt aber auch kein neues Top generiert werden. Der Widerstand im Bereich von 13’000 Punkten,  der vor dem Crash eine Unterstützung dargestellt hatte, wird immer mehr zu einem Problem.

Saisonal betrachtet müsste diese Woche noch mit positiven Vorzeichen verlaufen. Allerdings ist Statistik nicht alles, und wenn die Mehrheit der Marktteilnehmer zu dem Schluss kommt, dass die Risiken überwiegen, dann hilft auch die Statistik nicht weiter. Der Umsatz ist weiter rückläufig, was auf eine zunehmende Zurückhaltung bei den Händlern schliessen lässt. Das Verkaufssignal beim Stochastik-Indikator deutet bereits darauf hin, dass der Aufwärtstrend nicht mehr lange durchzuhalten sein wird. Entsprechend ist die Wahrscheinlichkeit eines Trendbruchs grösser als die eines Ausbruchs über die Widerstandslinie.

(Quelle der Grafik: FactSet Digital Solutions)


Zum Markttechniker: Christoph Geyer

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