Es ist doch immer das Gleiche! Wenn die Kurse fallen, hat man die Angst, dass es noch weiter gehen könnte und die Notierungen ins Bodenlose abrutschen. Beginnt aber eine Phase der Kurssteigerungen, überkommt einen die Angst, nicht dabei zu sein. So geht es keineswegs nur Privatanlegern, auch Profis sind von diesem ständigen Konflikt getrieben. Sah es noch zum Monatsende im Juni so aus, als würde die Unterstützungszone um 11’900 Punkte erreicht werden, so hat sich kurz danach die Lage beim Dax (DAX 12549.93 0.07%) wieder deutlich verbessert.

Mit den Kaufsignalen bei den Indikatoren wurde ein neuer Aufwärtsschub generiert. Zunächst hatte der Stochastik-Indikator eine Divergenz gebildet, die anschliessend vom MACD-Indikator mit einem Kaufsignal bestätigt wurde. Die aktuelle Anstiegsbewegung führte den deutschen Leitindex in den Bereich der alten Widerstandszone.

Auffällig ist dabei, dass der Umsatz tendenziell nachgegeben hat, was dafür spricht, dass es sich bislang noch immer lediglich um eine Erholungsbewegung handelt. Auch wenn die Kaufsignale bei den Indikatoren noch nicht abgearbeitet sind, könnte der Aufwärtstrend bereits wieder vor seinem Ende stehen. Zumindest steht jetzt eine Entscheidung an. Entweder wird die Widerstandszone gebrochen und damit neues Aufwärtspotenzial generiert. Dies würde den noch gültigen Kaufsignalen Rechnung tragen. Oder der kurzfristige Aufwärtstrend wird gebrochen, und der Umsatz zieht an. In diesem Fall würde die Unterstützungszone im Bereich von 11’900 Punkten wieder in den Fokus geraten. Die Stimmungslage und die Saisonalität ab Mitte Juli sprechen in den kommenden Tagen eher für das zweite Szenario.

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