Rechnet man den 60%-Kurssturz der Skandalaktie raus, bewegte sich der Deutsche Aktienindex nahezu unverändert auf hohem Niveau. Das lässt auch für die nähere Zukunft hoffen, wobei Anleger für eine bessere Prognosequalität mindestens das Wochenende abwarten müssen.

Fast 100 Punkte drückte alleine der Crash von Wirecard (WDI 0.781 2.32%) auf den DAX, der aber am Donnerstag nicht weiter abverkauft wurde und damit nach wie vor knapp unter der einzigen kurzfristigen Barriere um 12’450 notiert. Kommt eine neue Verkaufswelle doch noch, können aber schnell wieder Kurse um 11’600 / 12’000 zu sehen sein. Selbst dann bleibt die weitere Vorhersage jedoch zumindest neutral, denn die letzten technischen Signale waren alle eher positiv.

Mittelfristig ist der Index in die Tradingrange zwischen 11’300 und 12’900 zurückgekehrt, in der er sich auch im Sommer des Vorjahres bereits bewegte. Angesichts der dieses Jahr deutlich höheren Nervosität am Markt dürfte sich die Spanne nach unten in Richtung 10’700 / 10’800 ausweiten. Neue Rekordhochs sind vorerst aus technischer Sicht noch wenig wahrscheinlich, dazu muss der Index sich erst wieder dauerhaft oberhalb seines langfristigen Durchschnittspreises (violett) etablieren.

Nach wie vor ist das   6x Long Faktor Zertifikat der UBS (UBSG 10.285 -0.19%) eine Möglichkeit, auf einen weiteren Anstieg zu spekulieren. Es hebelt Kursgewinne des DAX jeden Tag aufs Neue um das Sechsfache, aber Anleger müssen auch berücksichtigen, dass, der Hebel auch in die Gegenrichtung wirksam ist.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)