Es herrschte nun über einen Monat eine gewisse Langeweile am deutschen Aktienmarkt. Der Index bewegte sich in einer Seitwärtsrange, die mit der vorherigen Seitwärtsrange überlappte. Es gab zwei Mal die Chance auf einen Ausbruch nach oben, der allerdings nicht geschafft wurde. Viele Marktteilnehmer rechneten damit, dass das deutsche Aktienbarometer nach dem grossen Options- und Futures-Verfallstermin nach oben ausbrechen und die Marke von 16’000 Punkten erreichen würde. Stattdessen scheiterte der Dax im Bereich der neuen Widerstandslinie, die bei ca. 15’800 Punkten verläuft.

Die Divergenz beim MACD-Indikator deutete schon seit Wochen an, dass es wohl kaum zu einem Ausbruch kommen würde. Als nun noch ein Verkaufssignal beim Stochastik-Indikator dazukam, wurde die Wahrscheinlichkeit recht gross, dass der Ausbruch eher nach unten als nach oben verläuft. Der MACD-Indikator bestätigte das Verkaufssignal kurz nach dem gescheiterten Ausbruch nach oben. Die kurzfristige Aufwärtstrendlinie konnte im weiteren Verlauf nicht mehr gehalten werden. Zuletzt durchbrach der Index dynamisch die untere Trendkanalbegrenzung des neuen überlappenden Seitwärtstrends. Auffällig war dabei, dass der Umsatz beim Trendbruch nur unwesentlich angezogen hat. Dies deutet darauf hin, dass die Marktteilnehmer noch nicht so nervös sind, wie man es bei einem solchen Kursrutsch, wie er am Montag stattgefunden hat, erwarten dürfte. Die Erholung gestern verlief allerdings auch nicht überzeugend. Somit ist weiterhin mit einer uneinheitlichen Phase zu rechnen, wie es die Saisonalität derzeit vorgibt.


Zum Markttechniker: Christoph Geyer

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