Eigentlich sieht es technisch derzeit gar nicht so hoffnungslos aus. Die Umsatzspitze wurde inzwischen erreicht, was darauf hindeutet, dass der Verkaufsdruck allmählich nachlässt. An den letzten beiden Handelstagen wurden die Tiefstwerte genutzt, um in den Markt einzusteigen. Es entstand gestern sogar eine Trendwendeformation in Form eines Hammers. Der steile Abwärtstrend müsste unter normalen Bedingungen bald gebrochen werden können. Allerdings sind all diese positiven technischen Signale derzeit nicht viel wert. Die Märkte werden von Panik und Unsicherheit regiert.

Es ist bekannt, dass die Marktteilnehmer Unsicherheit mit Verkäufen quittieren. Nicht zu wissen, wie es weitergeht und wie die Auswirkungen einer Krise auf die Wirtschaft sind, ist nun einmal der Stoff, aus dem Abwärtstrends gemacht sind. Daher bleibt abzuwarten, wann die Marktteilnehmer beginnen, mit der Krise umzugehen, und wieder Mut fassen. Absehbar ist dieses Szenario noch nicht. Es wird noch einige Zeit dauern, bis an den Märkten mit einer Entspannung zu rechnen ist. Bis dahin sollten wir Ruhe bewahren und darauf achten, dass wir alle gesund bleiben.

(Quelle der Grafik: FactSet Digital Solutions)


Zum Markttechniker: Christoph Geyer

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