Die internationalen Märkte haben eine Woche zwischen Hoffen und Bangen hinter sich. Der Einbruch der Vorwoche wurde zunächst fortgesetzt. Die anschliessende Erholungsbewegung fiel zwar beachtlich aus, konnte aber nicht lange durchgehalten werden, sodass zum Wochenschluss wieder kräftige Abschläge zu beobachten waren. Damit wurden Unterstützungen und Trendlinien erreicht, deren Test noch vor wenigen Wochen kaum denkbar gewesen wäre. Wie so oft bei parabolischen Bewegungen dürfte auch diese kaum sehr lange durchzuhalten sein.

Dax

Chart 1

Es ist nicht unüblich, dass der Dax (DAX 11553.83 -0.31%) die Vorgaben aus den USA nicht nur umsetzt, sondern auch zur Übertreibung neigt. So konnten in den vergangenen Tagen einige Unterstützungsmarken nicht gehalten werden. Der Bereich um 11’900 Punkte hätte nun die nächste Anlaufzone bedeutet. Allerdings zogen der Umsatz in der Abwärtsbewegung kontinuierlich an, sodass von einer Ausverkaufssituation gesprochen werden kann. Die Divergenz beim MACD-Indikator dürfte mit den jüngsten Verlusten abgearbeitet sein. Es besteht nun eine gute Chance, dass der Markt eine Gegenbewegung vollzieht. Die durchbrochenen Unterstützungslinien dürften allerdings auf dem Weg nach oben jetzt als Widerstände fungieren. Die steile Abwärtsbewegung schreit aber förmlich nach einer Korrektur.

 

Dow Jones

Chart 2

Der Dow Jones (Dow Jones 25444.34 0.26%) hat in der vergangenen Woche zwar eine Gegenbewegung auf die Kursverluste vollziehen können, immerhin wurden zwischenzeitlich über 1000 Punkte zurückerobert, zum Wochenschluss gab es aber weitere Verluste. Diese führten den US-Leitindex zeitweise unter die latente Unterstützungslinie bei knapp über 23’500 Punkten. Mit der Intraday-Stimmungswende am Freitag konnte dann nicht nur die Unterstützung gehalten werden, sondern auch der bereits gebrochene Aufwärtstrend. Die hohen Umsätze deuten auf einen Ausverkauf hin, weshalb die anstehende Woche im Zeichen einer Erholungsbewegung stehen dürfte.

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