Die technische Ausgangslage für den Deutschen Aktienindex ist auf längere Sicht positiv. Doch die aktuelle Stagnation kann bei nervösen Marktteilnehmern auch irgendwann verstärkt den Drang triggern, Profite zu realisieren.

Nach dem steilen Anstieg vom Monatsanfang ist das Ausbleiben von Gewinnmitnahmen nun Fluch und Segen zugleich: Das Festhalten der Investoren an ihren Positionen trotz der hohen Preise ist ein klares Stärkezeichen. Doch je länger der nächste Aufwärtsimpuls auf sich warten lässt, desto mehr steigt die Anspannung erfahrungsgemäss. Erst im September hatte sich eine vergleichbare Pattsituation durch einen Rückgang des Dax (DAX 13'335.68 +0.37%) aufgelöst (rot). Eine Wiederholung dieser Entwicklung ist nicht auszuschliessen, wobei selbst eine ähnlich starke Korrektur wie vor rund zwei Monaten bis in den Bereich der 12’400er-Marke die freundliche Vorhersage nicht dauerhaft trüben würde. Schon vorher, um 12’800, könnte es in diesem Fall wieder zu einer temporären Stabilisierung kommen.

Auch aus der Vogelperspektive bleibt der Markt trendlos, hier ist die Obergrenze sogar erst um 13’800 auszumachen, während kurzfristig der Dax schon um 13’400 gedeckelt ist. Angesichts der Überhitzung auf dieser Zeitebene, erkennbar an den Kursen am oberen Rand des statistischen Schwankungskorridors (blau), benötigen Anleger Geduld, bevor ein weiterer Preisanstieg realistisch wird. Langfristig dürfte der Prognosekorridor für den Dax weiter steigen und damit frisches Potenzial ermöglichen.

Um von kleineren Rückschlägen an den nun erreichten Barrieren zu profitieren, erweisen sich Papiere wie beispielsweise der Valor 54512257 der UBS (UBSG 13.16 +0.19%) als geeignet. Das Derivat transformiert Verluste des Dax in Kursgewinne und verstärkt diese um das Vierfache.

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