Dass der September kein wirklich guter Börsenmonat ist, hatte die Statistik ja bereits vorausgesagt. Allerdings stand für den Oktober auch eine statistisch positive Phase bevor. Sie konnte bislang noch nicht beobachtet werden. Auch dieses Verhalten zeigt wieder einmal, wie an dieser Stelle immer betont wird, dass Statistik eben nur eine Vergangenheitsbetrachtung darstellt und nie allein als Signalgeber verwendet werden darf. Es kommt darauf an, welche Signale und Hinweise aus dem Chart heraus generiert werden. Wenn diese Signale zur Saisonalität passen, könnte das zu einer Verstärkung führen. Die derzeitige Lage kann allerdings nicht mit einer solchen Übereinstimmung aufwarten.

Vielmehr hat die statistisch beste Phase des Jahres längst begonnen, der Aktienmarkt tritt aber noch immer auf der Stelle. Dies ist insofern kaum verwunderlich, als die Indikatoren entweder im neutralen Bereich verharren oder weiterhin noch keine Kaufsignale generiert haben. Hinzu kommt, dass der jüngste Rückgang von anziehendem Umsatz begleitet war. Bislang konnte die Unterstützungslinie im Bereich von 14’800 Punkten verteidigt werden. Dies hat gezeigt, dass die Abgabebereitschaft nicht so gross ist, dass um jeden Preis verkauft werden würde. Die Unsicherheit am Markt ist dadurch aber noch nicht verflogen. In den kommenden Tagen wird es darauf ankommen, endlich wieder Mut zu fassen und Investitionen einzugehen. Die technische Lage verbessert sich erst, wenn der Bereich um 15’500 Punkte überwunden wird.


Zum Markttechniker: Christoph Geyer

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