Es liegt in der Natur der Sache, dass man die Märkte lieber steigen als fallen sieht. Die wenigsten Marktteilnehmer setzen dauerhaft auf fallende Notierungen. Wenn überhaupt, werden kurzfristige Absicherungen vorgenommen. Selbst dann handelt es sich meist um Teilabsicherungen. Eine Vollabsicherung des Portfolios, wie sie oft nur von Profis mit entsprechenden Futures vorgenommen wird, werden nur wenige Privatanleger vornehmen (können). Hier bleibt nur der Verkauf der Positionen, was in einem übergeordneten Aufwärtstrend mental sehr schwer fallen dürfte. Auch die aktuelle Lage ist nicht zwangsläufig dafür geeignet, an einen stärkeren Rückgang oder gar Crash zu glauben.

Tatsächlich hat sich die Situation bei den Indikatoren auch wieder etwas entspannt. Lediglich die Divergenz beim MACD-Indikator ist weiterhin intakt. Der neue sehr kurzfristige Abwärtstrend wurde gestern, wenn auch wenig überzeugend, gebrochen. Nach dem Trendbruch des seit März bestehenden Aufwärtstrends ist allerdings mit weiteren Kursrückgängen zu rechnen, da auch die Saisonalität dafür spricht.

(Quelle der Grafik: FactSet Digital Solutions)


Zum Markttechniker: Christoph Geyer

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