Der Deutsche Aktienindex wird auch weiterhin gut nachgefragt. Eine ganzheitliche Betrachtung dämpft den kurzfristigen Optimismus aber leicht. Zur Wahrscheinlichkeit einer stärkeren Korrektur kann allerdings inzwischen eine klare Aussage gemacht werden.

Der Dax (DAX 13116.25 -0.7%) hat die zuletzt immer wieder auftretenden Abverkäufe um 12’600 offenbar hinter sich gelassen und konnte dieses Niveau überspringen. Damit hat er ein weiteres kleines Kaufsignal generiert (grüne Pfeile), das den Aufwärtstrend auf der untergeordneten Zeitebene bestätigt. Nun wäre der Weg theoretisch frei bis an die Trendkanalgrenze um 13’050, wenn der Markt nicht schon am oberen Ende seines hier kalkulierbaren Schwankungskanals (dunkelgrau) angekommen wäre. Dieser steigt zwar auch, allerdings ergibt sich frisches Potenzial nur mit Verzögerung, wenn der Index nicht heiss laufen und damit wieder crashanfälliger werden soll.

Bedenken in Bezug auf eine weitere ungebremste Aufwärtsbewegung kommen auch bei der Betrachtung des mittelfristigen Chartausschnitts. Hier ist der Index an einem oberen Wendebereich zwischen 12’500 und 12’900 angekommen, was ihn nach dem steilen Anstieg der Vormonate noch etwas bremsen dürfte. Auch wenn der Optimismus dadurch zunächst leicht gedämpft wird, ist in diesem Umfeld eine deutlichere Konsolidierung unter die ersten Haltebereiche im Chart bei 11’250 und 11’600 kaum eine Option. Das technische Gesamtbild ist damit auch weiterhin neutral bis positiv einzustufen.

Nach wie vor ist das  6x-Long-Faktorzertifikat der UBS eine Möglichkeit, auf einen weiteren Anstieg zu spekulieren. Es hebelt Kursgewinne des Dax jeden Tag aufs Neue auf das Sechsfache, aber Anleger müssen berücksichtigen, dass der Hebel auch in die Gegenrichtung wirksam ist.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)