Das war ein turbulenter Jahresstart. Zunächst deutete einiges darauf hin, dass der Seitwärtstrend nach unten verlassen wird. Dies sah allerdings auch schon Anfang Dezember so aus. Nach wenigen Handelstagen kam dann aber die Stimmungswende, und der Seitwärtstrend wurde dynamisch nach oben verlassen. Am gestrigen Handelstag wurde das beim Ausbruch hinterlassene Gap (Notierungslücke) nahezu geschlossen. Auch hier gab es eine Stimmungswende innerhalb des Tages. Der Stochastik-Indikator hat im überkauften Bereich nach unten gedreht und damit ein Verkaufssignal generiert.

Der MACD-Indikator bewegt sich im Bereich der Nulllinie seitwärts. Diese Situation dürfte zunächst leicht bremsend auf den Dax wirken. Das übergeordnete Bild hat sich aber durch den Ausbruch deutlich verbessert. Nur ein Rückfall in die Seitwärtsrange würde die alte Lethargie zurückbringen. Dies ist kurzfristig nicht zu vermuten. Somit kann der deutsche Leitindex in den kommenden Tagen weiteres Terrain gewinnen. Für das Ende des Januars sollte allerdings die Zyklik nicht vergessen werden. Hier kann es dann wieder zu Turbulenzen kommen.

(Quelle der Grafik: FactSet Digital Solutions)


Zum Markttechniker: Christoph Geyer

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