Fallschirmspringer der kenianischen Luftwaffe zeigen, was sie können, neulich an einer Schau in der Hauptstadt Nairobi. Das ostafrikanische Land mit seiner Bevölkerung von rund 55 Mio. steht vor einer Weichenstellung: Am 9. August werden Präsident und Parlament neu gewählt. Der Amts­inhaber Uhuru Kenyatta darf nicht abermals antreten; er hat seine Unterstützung von seinem Stellvertreter William Ruto auf den früheren Premierminister und heutigen Oppositionschef Raila Odinga verlagert. Eine sensationelle Rochade: Dem zuvor gesalbten Nachfolger wird die Gnade entzogen, zugunsten des einstigen Erzrivalen. Damit haben sich zwei Dynastien zusammengetan, die seit der Unabhängigkeit 1964 die Geschicke des Landes wesentlich bestimmen und sich bisher befehdet haben. Odingas Niederlagen in den Wahlen von 2007 und 2017 hatten das Land jeweils an den Rand eines Bürgerkriegs geführt. Nun steht er wohl vor einem Sieg, im fünften (!) Anlauf. Der Kenyatta-Odinga-Deal, so wird befürchtet, dürfte einen anrüchigen Preis haben: Ein künftiger Präsident Odinga könnte darauf verzichten, seinen Kampf gegen die Korruption auch auf Unsauberkeiten während der Kenyatta-Ära anzuwenden. (Bild: Daniel Irungu/EPA)