Unternehmen / Finanz

Deal-Pause bei US-Banken

Krieg, Inflation, Zinsanstieg: Die Rahmenbedingungen sind auch für Schweizer Grossbanken schwierig.

Im ersten Quartal haben sich die Vorzeichen im Banking geändert. Man sieht es an der Entwicklung der Aktienkurse. Vor einem Jahr hatten die US-Finanzhäuser noch von einem Boom bei Übernahmen und Fusionen sowie zahlreichen lukrativen Börsengängen von Spac (leeren Aktienhüllen) profitiert. Ebenso konnten sie Rückstellungen auflösen, die sie in Pandemiezeiten für drohende Kreditverluste gebildet hatten.

Als letzte der US-Grossbanken hat diese Woche Bank of America (BofA) die Bücher geöffnet. Vorher hatten JPMorgan, Wells Fargo, Citigroup, Morgan Stanley und Goldman Sachs berichtet – alle verzeichneten einen prozentual zweistelligen Gewinnrückgang. Mit einem um 12% schlechteren Ergebnis kam BofA besser weg als Goldman (–42%), JPMorgan (–42%) oder Citigroup (–46%).

Russlandeffekt

Citi litt wegen Russland unter einer Erhöhung der Risikovorsorge um 1,9 Mrd. $. In Russland besitzt sie Tochtergesellschaften, die sie veräussern wollte. Nun ist unklar, an wen überhaupt noch und zu welchem Preis verkauft werden kann. Auch die anderen US-Grossbanken haben im Zusammenhang mit Russland ihre Risikovorsorge erhöht.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?