Märkte / Aktien

Defensive Aktien gehen in die Offensive

Der sich verschärfende Handelsstreit belastet konjunktursensitive Werte. Übernehmen nun defensive Valoren wieder die Führung?

Das war eine schnelle und heftige Gegenbewegung: Innerhalb nur eines Monats haben defensive Aktien gegenüber Zyklikern fast 7% aufgeholt. Das ist eine Umkehr des Trends der vergangenen zwei Jahre, in denen konjunktursensitive Titel meist die Nase vorne hatten.

Der sich zuspitzende Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und dem Rest der Welt, die wieder aufflackernden politischen Risiken in Europa, der starke Dollar und der hohe Ölpreis haben den Aufwärtstrend an den Börsen ins Stocken gebracht – und den defensiven Aktien Auftrieb verliehen.

So suchten die Anleger in den vergangenen Wochen Zuflucht in Titeln von Nahrungsmittelgiganten wie Nestlé oder Pharmakonzernen wie Roche und Novartis. Da die von solchen Unternehmen produzierten Güter und Dienstleistungen weitgehend unabhängig von der Konjunkturlage nachgefragt werden, ist ihr Geschäftsverlauf weniger schwankungsanfällig. Im Gegensatz dazu sind Firmen wie der Autobauer BMW oder der Zementriese LafargeHolcim besonders stark dem Auf und Ab der Wirtschaft ausgesetzt. Beginnt der Wirtschaftsmotor zu stottern, trifft es diese Gesellschaften überdurchschnittlich.

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