Unternehmen / Ausland

Deliveroo will Londons Börsenstar werden

Der Essenslieferdienst plant für nächste Woche das IPO. Doch nun mehren sich die kritischen Stimmen.

Deliveroo wollte kommende Woche ihre Erfolgsgeschichte mit einem gelungenen Börsengang krönen. Doch ausgerechnet wenige Tage vor dem IPO gerät der britische Essenslieferdienst in einen Sturm der Entrüstung. Mehrere grosse Vermögensverwalter haben bereits mitgeteilt, keine Aktien von Deliveroo zeichnen zu wollen. Zu ihnen gehören Aviva Investors und Aberdeen Standard Life, am Donnerstag gesellten sich zudem Legal & General Investment Managers und M&G Investments hinzu.

Stein des Anstosses ist die rechtliche Stellung derjenigen Mitarbeiter, die überhaupt das Funktionieren des Unternehmens sicherstellen: der Kuriere, die Essen von Restaurants nach Hause liefern. Sie arbeiten bislang auf eigene Rechnung. Das spart Unternehmen wie Deliveroo jährlich Millionen an Sozialabgaben. Angestellte, die krank sind oder Ferien nehmen wollen, müssen für die Ausfalltage selbst aufkommen. Ebenfalls am Donnerstag hat das Bureau of Investigative Journalism publik gemacht, dass viele Kuriere nicht auf den gesetzlich garantierten Mindestlohn von knapp 9 £ (umgerechnet rund 12 Fr.) kommen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?