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Dell gräbt sich selbst aus der Misere

Durch die Abspaltung der Tochter VMWare soll die Schuldenlast sinken. Die Aktien haben deutlich profitiert.

Die Nachricht kam nicht überraschend – und ist doch auf positives Echo bei vielen Anlegern gestossen. Der PC-Hersteller Dell will seine Beteiligung an der Tech-Gesellschaft VMWare abstossen. Den Milliardenzufluss kann der US-Konzern gut gebrauchen, um seine Schulden zu tilgen. Beide Unternehmen werden von der Trennung profitieren – doch ohne Gefahren ist der Kurs von Dell für Anleger nicht.

Dell hat eine bewegte Geschichte. Gründer Michael Dell hat dem Unternehmen seinen Namen gegeben. Der 56-Jährige amtiert noch immer als Verwaltungsrat und CEO. Gegründet hat er das Unternehmen 1984: mit der Überzeugung, dass die Kunden Computer gerne direkt kaufen, nicht über einen Händler. Die Idee schlug ein. Vier Jahre später ging das Unternehmen an die Börse. Marktwert damals: 85 Mio. $. Lange Zeit dominierte Dell als Nummer eins den PC-Markt.

«Bedeutendstes Start-up der Welt»

Die Zeiten sind vorbei. Besonders die sinkende Nachfrage nach PC, weil die Kunden lieber zu Smartphone und Tablet griffen, machte Dell vor rund einem Jahrzehnt zu schaffen. 2013 wurde das Unternehmen von Michael Dell selbst, Microsoft und Wagniskapitalgebern für 24,4 Mrd. $ von der Börse genommen. Es war der bis dahin grösste Leveraged Buyout – eine durch Fremdkapital finanzierte Übernahme – seit Ende der Finanzkrise. Es entstand das «bedeutendste Start-up der Welt», so Michael Dell. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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