Unternehmen / Gesundheit

Delta könnte Novartis’ Durststrecke verlängern

Im ersten Halbjahr dürfte der Pharmakonzern stagniert haben. Die neue Variante des Coronavirus stellt die erhoffte Erholung infrage.

Die Coronapandemie beeinflusst das Pharmageschäft in oft gegensätzlicher Richtung: Medikamente zur Pflege der Covid-19-Erkrankten sind gefragt, viele Behandlungen werden aber zurückgestellt, oder Patienten verzichten auf den Arztbesuch. Nötige Medikamente können nicht verschrieben werden. Novartis hat das im vergangenen Jahr besonders bei Krebs-, Haut- und Augenheilmitteln gespürt.

Im Winterhalbjahr war Sandoz, die Generikasparte von Novartis, auch vom Ausbleiben der Grippewelle betroffen. Der Absatz von schmerzstillenden oder fiebersenkenden Präparaten ist gegenüber dem Vorjahr eingebrochen.

Insgesamt flaues Geschäft erwartet

Das Management hat an der Präsentation des Jahresergebnisses mit anhaltendem Gegenwind für das erste Halbjahr 2021 gerechnet. Im ersten Quartal ist der Umsatz zu konstanten Wechselkursen leicht zurückgegangen. Das liegt auch an Vorratskäufen in der Vorjahresperiode angesichts der aufziehenden Pandemie. Im zweiten Quartal 2020 brach der Umsatz dann ein. Dieses Jahr dürften die Zahlen deshalb eine kräftige Erholung anzeigen. Die Bloomberg-Konsensschätzung geht von fast 12,5 Mrd. $ Umsatz aus. Im Vorjahr waren es nur knapp 11,4 Mrd. $. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?